Mehr Behandlungspflegestunden wg. Trennung abgelehnt

  • Hallo,


    hat jemand noch einen Rat für mich???


    da mein Mann vorgestern ausgezogen ist, habe ich gestern bei der zuständigen Stelle der KK um mehr Stunden/Behandlungspflege gebeten.
    Zur Zeit haben wir 6 Nächte a 9 Stunden plus 1x4 Std. wchentl.
    Ich habe vor allem um die eine Nacht mehr wöchentl. gebeten.
    Nach Stunden kam der Rückruf; nach Prüfung der Akten sei eine weitere Erhöhung leider, leider nicht möglich.
    Meine Frage, was sei, wenn ich morgen zusammenklappe, wurde mit einem "Ihre Situation tut mir wirklich leid, aber :twisted: beantwortet.


    Jetzt sind auch noch Ferien, ich habe zwei Nächte nicht geschlafen, Benedict ist total erkältet, und hätte über die Ferien 3 Nächte zu machen.


    Habe das Gefühl, das alles nicht zu packen.


    Wo bekomme ich Hilfe wegen der Stunden?


    Anne


    nun ist mein Mann seit gestern in der Psychiatrie - stimmt das die KK milder :evil:

    Benedict 6/99, Osteopathia striata, Tracheostoma, Epilepsie, neurog. Blasenentleerungsstörung, Z. n. Analatresie, Syndaktelie beider Hände, Fibulaaplasie beider Beine, Gaumenspalt, re. blind, u. e. m.

  • Hallo Anne,


    aus welchem Bundesland kommst Du? Das frag ich deshalb, wei das was ich Dir empfehle überall unterschiedlich ist.
    Also es gibt die möglichkeit eine Familienpflege zu beantragen. Diese kümmert sich natürlich nicht direkt um Dein krankes Kind, kann Dich aber zeitweise in Deinem Haushalt unterstützen und sich eventuell auch mal um Geschwisterkinder kümmern.
    Die Familienpflege kann vom Jugend- oder auch Sozialamt finanziert werden.


    Ich selbst habe hier eine Kombination von Familienpflege und Krankenschwester.
    Wenn Du weitere Infos magst, kannst Du mich gerne anschreiben.
    Liebe Grüße und alles Gute Sandra

  • Hallo,


    wir wohnen in Rheinland-Pfalz.


    Ich kenne nur Familinhelfer - Familienpflege ist mir neu.


    Anne

    Benedict 6/99, Osteopathia striata, Tracheostoma, Epilepsie, neurog. Blasenentleerungsstörung, Z. n. Analatresie, Syndaktelie beider Hände, Fibulaaplasie beider Beine, Gaumenspalt, re. blind, u. e. m.

  • Hallo Anne,


    Familienhilfe ist eigendlich das Gleiche. Rheinland-Pfalz klingt gut, müsste dort auch möglich sein, ich bin aus dem Saarland. Die Familienhilfe kommt bei mir vom Caritasverband.
    Sandra

  • Hallo Anne,


    habe gerade in meinen Papieren geschaut, also beim Jugendamt kannst Du folgende Maßnahme beantragen:
    "Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen gem.§20 SGB VIII"
    Diese Leistung ist frei von jeglichen Kostenbeteilingung seitens der Familie.


    Ich würde Dir allerdings nicht raten selbst zum Jugendamt zu gehen sondern sich zuerst Dich an die Familienhilfestelle zu wenden, und die dortigen Mitarbeiter ( Koordinatoren) das für Dich regeln zu lassen. Diese haben entsprechende Erfahrungen und wissen ehr wie man das angeht.
    Nichts für ungut, doch wenn wir mal nicht selbst kämpfen müssen sondern kämpfen lassen, ist es doch auch mal was oder?
    Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen.
    LG
    Sandra

  • Hallo Anne,


    es gibt doch den Unterschied zwischen Pflege ( Pflegegeld) und
    wer weiss nochmal wie dass mit der Überwachung heisst? ich glaub das
    ist die Behandlungspflege.


    Lass dir von deinem Hausarzt bescheinigen, dass du im Moment mehr Stunden benötigst. Und natürlich vom Kinderarzt.


    Ihr habt doch einen PD, kann der nicht mit der KK sprechen?


    Oder eine Haushaltshilfe!!!! Im Moment kann der neue PD bei mir auch noch nicht alle Stunden abdecken, aber ich habe noch eine HH, das ist auch eine große Erleichterung - bis sie genügend Personal haben.


    Ist ja lächerlich, dein Mann hat dir ja viel bei der Behandlung ( Absaugen usw )geholfen, jetzt benötigst du HILFE !!!! Und wenn nicht, hat er den Haushalt übernommen, damit du dich mit Benedict beschäftigen konntest.


    Liebe Grüße
    und denk dran, es kommen auch wieder bessere Zeiten
    viel Kraft
    Monika

  • Hallo Anne,


    es tut mir sehr leid, daß Du jetzt mit Deinem Benedict so kurz vor Weihnachten alleine dastehst. Ich glaube, es ist sehr schwierig so kurzfristig mehr Stunden zu bekommen. Aber wenn Du Hausarzt und Kinderarzt einspannst, denke ich hast Du gute Chancen mehr zu bekommen. Die müssen Dich nur unterstützen.
    Ich drück Dir ganz fest den Daumen, das es klappt.


    Viel Kraft und Stärke Kornelia

    Korinna (27) Geburtsschaden, Tetraspastik, Tracheostoma, therapieresistentes Anfallsleiden, PEG, Skoliose, Refluxösophagitis, Mikrocephalus

  • Hallo
    auch mir tuts leid das ihr jetzt alleine seit, ich hoffe es geht euch einigermaßen und ihr verkraftet die Trennung.
    Wegen den mehr Stunden, hm, hab ich leider keine Ahnung :roll:
    Gruß
    Nina

    --- Nina (1983) mit Tochter Chantalle (1999, gesund) und Evelin geb 05.11.2006, leider keine Diagnose, neuromuskuläre Erkrankung,Tracheostoma und voll beatmet, Peg-Sonde da kein Schluckreflex, Muskelschwäche ---

  • Hallo Anne,


    ich habe leider auch keine Ahnung, wie man das hinbekommt. Es tut mir leid, dass bei Euch einiges zusammengebrochen ist. Ich kann es mir so gar nicht vorstellen.


    Viel Kraft wünsche ich Dir!


    LG
    Nellie

    Nellie *1978 mit Linn *02/04 (mehrfachbehindert durch PCH-2, Sondenkind, Tracheostoma, nachts beatmet) und Ann *06/09
    - Regionalleitung Thüringen der INTENSIVkinder zuhause e.V. -

  • Hallo Anne,


    auch ich wünsche euch viel kraft - hast Du schon mal über Verhinderungspflege nachgedacht? Die kann man sofort bekommen solange der Pflegedienst es leisten kann ... bei uns machen es die Schwestern privat um sich nebenbei etwas zu verdienen.
    Als ich ins Krankenhaus musste, habe ich vorab bei der KK angerufen und gesagt dass ich sie ab jetzt nehmen muss, da keiner Celine versorgen kann und habe einen Antrag nachgereicht - ging problemlos bis zu Maximalkosten im jahr von ca. 1430 oder so
    lg Jane

  • Nun,


    ich habe - zum 1. Mal - dieses Jahr wirklich alle zusätzlichen Leistungen aufgebraucht.


    Heute wurde wenigstens die zusätzliche Nacht jede Woche genehmigt - befristet bis Mitte Februar.
    Für den Tag konnte mein KiA nichts mehr erreichen - aber bald ist ja Januar...


    Anne

    Benedict 6/99, Osteopathia striata, Tracheostoma, Epilepsie, neurog. Blasenentleerungsstörung, Z. n. Analatresie, Syndaktelie beider Hände, Fibulaaplasie beider Beine, Gaumenspalt, re. blind, u. e. m.

  • Liebe Anne,


    das mit der einen Nacht ist ja schon mal was. Das alles aufgebraucht ist, ist natürlich weniger gut.
    Wenn es jedoch so bei euch brennt, kann ich Dir wirklich nur raten Dich an eine Familienhilfestelle zu wenden. Auch wenn es nur für einpaar Stunden ist, in denen Du im Haushalt entlastet wirst, vielleicht wäre es besser als gar nichts.


    Auch ich wünsch Dir ganz viel Kraft und Energie für alles weitere.
    Liebe Grüße Sandra

  • Anne,
    das ist wirklich keine schöne Zeit für so ein Desaster - auch wir wünschen euch viel kraft...die einem manchmal fehlt...aber nach dunkelen Stunden kommen auch wieder schönere...wir sind den Kampf gewohnt mit unseren IntensivKindern...melde Dich wenn wir irgend etwas tun können...liebe grüße an Benedikt...und die anderen...
    Jane, Boris und Celine

  • Hallo Anne,


    nur für dich nochmal:


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    Ich wünsche euch zum Weihnachtsfeste
    Natürlich nur das "Allerbeste"
    Und alles was euer Herz erfreut
    wünsche ich euch heut.


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    Moni


    und ganz viel Kraft - wenigstens schon mal eine nacht mehr......

  • hallo anne,


    ich bin auch alleinerziehend mit meiner maus und habe nur 8 std pro tag!!
    aber das war meine entscheidung, weil ich aufs pflegegeld nicht verzichten wollte.
    was ganz wichtig ist, das auf der verordnung 24h std täglich steht !!!! ob du diese dann nutzt oder DU der krankenkasse entgegenkommst und einige std übernimmst, das kann sich diese ausrechnen, dass dies billiger kommt :)


    einige krankenkassen, sagen sofort okay wenn es um diese 8 std geht, erst wenn du mehr willst, dann zappeln sie rum und wollen pfelgegeld kürzen, wobei dies ja nur eine kleine summe wäre....


    ich hoffe ich konnte dir auch ein wenig helfen.


    lieben gruss sabrina

  • Hallo Anne,


    auch ich bin ganz betroffen von eurer Situation ... ich denke wir alle können eh am ehesten nachvollziehen wie es sich anfühlt kurz vor dem AUS zu stehen weil die kraft am Ende ist und wieder jede Front seinen Kampf fordert.


    Bevor ich mit anderen Sachen anfange wollte ich dir sagen dass wenn du möchtest kann ich schauen ob ich dir helfen komme. Und selbst wenn es mir nur eing Nacht gelingt Wache zu halten damit du wenigstens ein bissl ausspannen kannst. Weißt was ich mein? Ich weiß nicht wie lange ich dir dies noch anbieten kann, aber im Moment kann ich dies noch und ich meine es wirklich ernst dass ich das auch gerne tun würde. Ich hatte damals das Glück dass unser chaotischer Pflegedienst voll und ganz hinter uns stand und das an Stunden leistete was der Arzt verordnete und nicht das, was die KK wollte. Ich weiß nicht was passierte wäre wenn dem nicht so gewesen wäre und will auch gar nicht darüber nachdenken. Also, wenn du möchtest dann PNne mich einfach!


    Die andere Sache die ich noch berichten wollte ist die über den ambulanten Hospizdienst. Die stärken nicht nur den Rücken ( wie z.B. bei KK-Kämpfen), sondern können evtl. auch finanziell helfen bei Engpässen. Oder der Verein Herzenswünsche (http://www.herzenswuensche.de/…e/ueber_uns/ueber_uns.php). Die haben uns zu dem Zeitpunkt als wir den ganzen Ärger mit der KK hatte auch angeboten uns einen Pflegedienst zu bezahlen damit ich nicht zusammenbreche! Wir mussten dies nicht in Anspruch nehmen aber einfach auch diese Rückenstärkung zu haben war so viel Wert!


    Unser Anwalt sagte uns dass die KK eigentlich die verordnete Behandlungspflege leisten muss und wenn sie gegen die Verordnung gehen eigentlich gegen den Arzt gehen, leider haben die Ärzte kaum Zeit um selbst vor Gericht zu ziehen, aber vielleicht hast du ja da die Unterstützung, frag doch einfach mal nach ...


    Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen dass sich da eine akzeptable Lösung für dich/euch findet und du zu genügend Kraft kommst um dass alles zu verpacken... ach Mensch *TrostDrücker*.. ich würde wirklich so gern helfen!

  • Ich danke Dir sehr - ich weiß das Angebot sehr zu schätzen!


    Aber die Nächte sind nun erstmal alle abgedeckt, und ein Rechtsanwalt von rehakids hat mir zwischenzeitlich mit vielen guten Tipps sehr weitergeholfen.


    Aber die Vorschläge mit Herzenswünsche und amb. Kinderhospizdienst behalte ich auf alle Fälle im Hinterkopf.


    Du hast mir mit Deinen lieben Worten schon geholfen.


    Anne

    Benedict 6/99, Osteopathia striata, Tracheostoma, Epilepsie, neurog. Blasenentleerungsstörung, Z. n. Analatresie, Syndaktelie beider Hände, Fibulaaplasie beider Beine, Gaumenspalt, re. blind, u. e. m.

  • Gern geschehen und das Angebot steht solange wie ich es möglich machen kann. Also wenn mal irgendwann etwas ist, dann einfach fragen. Ich kann nicht mehr als evtl. "Nein" sagen wenn es sich gar nicht machen lassen sollte!


    Ivy

  • Hallo Ivy,


    ich habe gerade Deinen Beitrag weiter oben gelesen. Die These, wonach die Krankenkassen bei Nichtgenehmigung der verordneten Leistungen eigentlich gegen den Arzt gehen, möchte ich gerne etwas relativieren, damit hier keine Mißverständnisse entstehen:


    Sicherlich hast Du darin recht, daß die Nichtgenehmigung ärztlich verordneter Leistungen sich irgendwie - moralisch - gegen den Arzt richtet.
    ABER: Der Anspruch auf die verordneten Leistungen steht eben ausschließlich dem Versicherten zu. Deshalb muß sich auch der Versicherte und eben nicht der Arzt um die Durchsetzung dieser Ansprüche kümmern. Der Arzt kann, selbst wenn er wollte, in solchen Fällen gar nichts tun. Er kann keinen wirksamen Widerspruch erheben, und er kann auch nicht vor Gericht ziehen. Denn es sind ja nicht seine Ansprüche, um die es geht, sondern diejenigen des Versicherten. Auf den Arzt und dessen Initiative zu setzen, ist sicherlich das Verkehrteste, was man machen kann.


    Beste Grüße


    Philip


    @Sabrina74:
    Man muß auch bei 24 Stunden Behandlungspflege nicht auf das Pflegegeld - weder ganz noch teilweise - verzichten. Das wurde zuletzt am 12.11.2008 vom Schleswig-Holsteinischen Landessozialgericht (Az. L 5 B 476/08 KR ER) und am 19.12.2008 vom Landessozialgericht Baden-Württemberg (Az. L 5 B 2661/08 ER-B) bestätigt. Es gibt auch eine - nicht in allen Punkten gelungene, aber insoweit hilfreiche - Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10.03.2008 (Az. 1 BvR 2925/07) dazu. Vielleicht solltest du darüber nochmal nachdenken. :wink: