Anmeldung Kindergarten

  • Hallo Ihr Lieben,


    Philipp ist ja nun 1 Jahr alt und ich glaube, das ist die Zeit, zu der man normalerweise über die Anmeldung zum Kindergarten nachdenkt.


    Zurzeit mache ich mir darüber zwar noch nicht wirklich viele Gedanken, habe aber trotzdem ein wenig Sorge, den richtigen Zeitpunkt für eine Anmeldung zu verpassen.


    Wie habt Ihr das gehandhabt? Philipp ist ja noch tracheotomiert. Wir hoffen natürlich, dass er die Kanüle bis zur Kindergartenzeit nicht mehr braucht... Habe schon überlegt, dass man ihn wahrscheinlich am besten in einem "normalen" Kindergarten anmeldet und auch in einem integrativen. Man weiß ja auch nicht, wie sich das mit der Sprache entwickelt und ob ein Kind, das schlecht spricht oder evtl. auch noch eine Kanüle hat, in einen normalen Kindergarten gehen kann.


    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

  • Hallo Daniela,


    Korinna ist auf Grund Ihrer umfangreichen Beeinträchtigung und dem sehr langen Transportweg nie in einen Kindergarten gegangen. Aber ich denke, wir haben einen sehr individuellen Weg gewählt und es ist sehr von der Entwicklung des Kindes abhängig, ob und wann der Kindergartenbesuch sinnvoll ist.


    LG Kornelia

    Korinna (27) Geburtsschaden, Tetraspastik, Tracheostoma, therapieresistentes Anfallsleiden, PEG, Skoliose, Refluxösophagitis, Mikrocephalus

  • Hallo Dani,


    ich würde bei jedem Kind einen integrativen KiGa wählen, also auch bei nichtbehinderten Kindern.
    1. Da sind Leute, die ein Auge auf eventuelle Probleme des Kindes haben.
    2. Der Betreuungsschlüssel ist besser (mehr Erzieher pro Kind)
    3. Kleinere Gruppen
    4. Kinder lernen, dass Anderssein normal ist.
    5. Kinder, die nachahmen können, kommen mit fitteren Kinder weiter.


    Linn geht in einen I-KiGa, 15 Kinder in der Gruppe, 2 Erzieherinnen plus Linns 1:1-Betreuerin, von den 15 eine schwerstmehrfachbehindert (Linn) und 2 weitere Integrativkinder.


    LG
    Nellie

    Nellie *1978 mit Linn *02/04 (mehrfachbehindert durch PCH-2, Sondenkind, Tracheostoma, nachts beatmet) und Ann *06/09
    - Regionalleitung Thüringen der INTENSIVkinder zuhause e.V. -

  • Hallo Daniela,


    ich kann Nellie nur zustimmen. Johanna geht ebenfalls in einen integrativen Kiga und hat seitdem enorme Fortschritte gemacht.


    LG (auch) Daniela

    Johanna *11/2002, Hirntumor an Stammhirn und Rückenmark (Astrozytom Grad I) teils inoperabel, hat Trachealkanüle, Hydrocephalus mit Shunt, schlaffe Hemiparese linksbetont, Schlafapnoe, Affektkrämpfe, Epilepsie, Schluckstörung,

  • Hallo,
    obwohl Saskia noch viel zu klein für einen Kiga ist, denke ich aber dass ein integrativer am besten passen würde. Und das nicht nur für Saskia, sondern für alle!
    Wie Nellie auch schon schreibt ist es wichtig dass gesunde Kinder mit dem "anderssein" frühzeitig konfrontiert werden. Vielleicht wird dann die Scheu vor dem Unbekannten etwas geringer...
    LG Rita

  • Hallo,


    Leonie ist auch tracheotomiert, geht in einen "Regelkindergarten". Ich wollte immer das sie in einen Regelkindergarten geht, weil wir keinen vernünftigen integrativen Kiga in der Nähe haben. Ich habe zwar bisher die Entscheidung nicht bereut, würde Sie jetzt nachdem ich aus der Mutterkindkur bin und Sie dort in einem integrativen Kiga gegangen ist, nicht nochmals treffen. Das heißt heute würde ich Leonie definitiv in einen integrativen Kiga geben.


    Lieben <Gruß Kerstin

  • Hallo,


    unser Jonas geht ebenfalls in einen Integrativen Kindergarten. Selbst wenn die Kanüle bis dahin nicht mehr drin sein sollte, wird er immer ein integratives Kind bleiben. Bei Jonas ist z.Bsp. ein Kind, daß seinen Krebs besiegt hat integriert worden. Er ist ganz normal, torztdem muß er viel verarbeiten was in integrativen Gruppen besser geht als in diesen Großgruppen.
    Die Anmeldung haben wir erst 1 Jahr vorher gemacht. Hatte zwar schon deutlich früher angerufen, aber da konnte noch keiner Auskunft geben. Die scheinen also so weit im Vorraus gar nicht zu planen.

  • Hallo,


    Axel ging damals auch in einen integrativen Kindergarten.
    Das war optimal vom Betreuungsschlüssel her.
    Außerdem hatte er noch eine persönliche Assistenz bis in die
    Schulzeit hinein.


    LG
    Inge