Grundsätzliches zum Tracheostoma

  • Hallo Kathi
    Kannst du deine Frage genauer stellen?
    Zum Tracheostoma gibt's so viel zu sagen. Steht ihr vor den Entscheidung Tracheostoma ja/nein?
    Unsere Tochter hat eines, weil sie nachts und bei Infekten auf die Beatmung angewiesen ist!
    Die Kanüle ist bei Beatmung geblockt und bei Spontanatmung ungeblockt.


    Im Krankenhaus wurden wir zur selbständigen Pflege angeleitet. Mein Mann und ich haben dort gelernt, wie man das Tracheostoma täglich pflegt, den Verbandswechsel durchführt und die Kanüle wechselt.


    Schreib doch vielleicht kurz was über dich/euch vielleicht können deine Fragen dann genauer beantwortet werden.
    LG Ines

    Lea, geb. 11/2008
    schwere therapieresistente Epilepsie (EEG=Burst-Suppression)
    Muskelschwäche
    PEG seit 04/09
    Tracheostoma seit 05/09

  • Hallo,
    danke für die Antwort. Meine Schwester hatte einen schweren Autounfall und lag über ein Monat im Koma. Sie hat überhaupt keine Spontanatmung und hat deshalb dieses Stoma weil sie ja wieder wach ist. Derzeit schwankt sie irgendwie zwischen ein bisschen klar und einem Wachkoma ähnlichen Zustand. Sie soll sobald sie stabil ist in die Reha verlegt werden. Wir wollen sie dann natürlich nach Hause holen auch wenn sie vieles nicht mehr kann. Wir müssen uns dann natürlich um die Pflege kümmern und ich hab keine Ahnung was so ein Stoma überhaupt ist. Außerdem macht mir das ehrlich gesagt ein wenig Angst.....


    Grüße
    Kathi

  • Hallo Kathi,


    es ist verständlich, daß das ganze Dir (Euch) ein wenig oder sogar viel Angst macht.
    Aber bevor Deine Schwester nach Hause kommt, werdet Ihr den Umgang, ich denke dann mal in der Reha, vielleicht aber auch schon im Krankenhaus, lernen.
    Was Beatmung angeht kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, da Korinna nicht beatmet wird.
    Das Stoma ist die Öffnung durch die die Kanüle in die Luftröhre geschoben wird. Es muss im Normalfall einmal am Tag ein Verbandswechsel vorgenommen werden. Hierfür bekommt Ihr aber einen Pflegedienst genehmigt, der euch hift oder aber auch die komplette Pflege übernimmt. (Schau mal im Forum unter häusl. Krankenpflege)
    Vor dem nach Hause holen, solltet Ihr Euch um einen Pflegedienst kümmern und auch mit den Ärzten abklären, was Ihr alles benötigt (Absaugung, Beatmung, Katheder, Pulsoxi usw.) und wie viel Stunden häusliche Krankenpflege Ihr verordnet bekommt.
    Das hört sich jetzt bestimmt nicht beruhigend an, aber mit der Zeit werden es alles vertraute Begriffe. Außerdem gibt es in Krankenhäusern auch einen sozialen Dienst der einen berät und auch die ersten Schritte in die Wege leiten kann. Frag doch dort mal nach.
    Ihr könnt ja bestimmt eine Pflegestufe beantragen oder habt Ihr das vielleicht schon?
    Wenn Du wirklich den Umgang mit allem lernen willst, würde ich Dir vorschlagen Dich viel im Krankenhaus aufzuhalten (sofern es Deine Zeit zulässt), den KS auf die Finger zu schauen und zu fragen bis Du es verstanden hast. So habe ich es auch gemacht, als Korinna ihr Tracheostoma bekam.
    Ich hoffe ich konnte einige Deiner Fragen aufgreifen und Gedankenanstöße geben. Frag auch hier ruhig weiter, vielleicht wirklich etwas genauer, bis Dein Wissensdurst :oops: gestillt ist.


    LG Kornelia

    Korinna (27) Geburtsschaden, Tetraspastik, Tracheostoma, therapieresistentes Anfallsleiden, PEG, Skoliose, Refluxösophagitis, Mikrocephalus

  • Hallo Kornelia, danke für die Antwort. Also ich bin jetzt gerade nicht im Krankenhaus und gehe erst heute Abend wieder. Zuerst einmal: Ich habe Pflegestufen mal gegoogelt und ich meine, meine Schwester kann gar nichts. Sich nicht bewegen(nur die Hand), nicht atmen, Stuhlgang,nicht essen....gar nichts. Das wäre dann laut Wikipedia Stufe 3??? Und was genau ist häusliche Krankenpflege?

  • hallo kathi,
    erst mal willkommen hier im forum.
    mein sohn hat ein tracheostoma durch eine stimmband und kehlkopf lähmung.
    ausserdem ist er nachts beatmet.
    ich würde dir oder deinen eltern raten euch an den sozialen dienst im krankenhaus zu wenden.
    die können dann von dort aus schon eine pflegestufe beantragen.ja ich denke das dürfte die stufe 3 werden.
    zumindestens am anfang,den wer weiß was deine schwester noch alles lernt.
    die reha ist ne gute idee.das bringt sicher noch richtig viel.
    wie alt ist den deine schwester?? toll das du dich hier für sie schlau machst.
    das ist nicht normal und da zieh ich mal den hut vor ab.


    häusliche krankenpflege ist so wie die das was die schwestern im krankenhaus machen.
    eben nur bei euch zuhause.
    die werden dann den verbandswechsel machen.und das absaugen und inhalieren.(behandlungspflege)
    aber auch bei der grundpflege(waschen usw ) können sie helfen.
    ich weiß das hört sich jetzt alles furchtbar kompliziert an.aber ich denke in einem jahr wirst du bei deinem intersse so schlau wie die anderen hier sein.
    auf jedenfall musst du keine angst vor einem tracheostoma haben.im gegenteil es hilft deiner schwester sehr.
    auch besteht die möglichkeit damit zu sprechen.
    sollte sie dies mal später nicht mehr benötigen,kann es auch zurückverlegt werden.
    frag einfach weiter.
    lg ingeborg

  • Hallo Kathi,


    dann bist Du wohl die große Schwester? Cool so eine Schwester zu haben.


    Hier mal ein Link (einer von vielen) zur Pflegestufe. http://www.pflegestufe.info/pflege/pflegestufe_3.html
    Vielleicht hilft Dir das weiter.
    Pflegestufe 3 bedeutet nicht, dass Ihr 24H eine Pflegekraft habt.
    Hierfür müsst Ihr vom Arzt eine Verordnung über häusliche Krankenpflege bekommen.
    Wie sind denn die Prognosen für Deine Schwester? Kann sie denn noch einige Fähigkeiten wieder erlangen?



    LG Kornelia

    Korinna (27) Geburtsschaden, Tetraspastik, Tracheostoma, therapieresistentes Anfallsleiden, PEG, Skoliose, Refluxösophagitis, Mikrocephalus

  • Naja sowie es jetzt aussieht: 24 h Beatmung, ernährt, Fast komplett gelähmt, und sonst auch keine Kontrolle über ihren Körper also auch wickeln....Die Prognosen sind nicht wirklich gut.....:(

  • mensch kathi das tut mir echt leid.
    wie gehts dir und deinen eltern den mit dem tragischen unfall?
    wie schon gesagt bedeutet pflegestufe 3 nicht das ihr eine 24 stunden pflege bekommt.
    geh doch mal zu einem kinderpflegedienst.so einen werdet ihr sicher gebrauchen und es ist ratsam sehr schnell kontakt aufzunehmen da es an pflegekräften arg mangelt.
    die können sicher vorab schon mit euch in kontakt treten und euch einige schritte abnehmen. unter anderem den antrag auf die pflegestunden.
    darf ich mal fragen wie alt du bist?
    lg

  • Hallo Kathi,


    das glaub ich Dir, dass das alles extrem anstrengend ist. Es gibt so vieles zu bedenken und außerdem müsst Ihr Euch ja auch an die neue Situation gewöhnen.
    Lasst Euch ruhig helfen. Einmal vom Sozialen Dienst, dann gibt es auch noch (zumindestens bei uns) die Beratuns- und Koordinationsstellen und natürlich diese Forum. Solltet Ihr schon eine Pflegedienst haben, hoffentlich einen Kinderpflegedienst, helfen die Euch bestimmt auch weiter.


    Ich wünsche Euch viel Kraft und frage ruhig weiter.


    LG Kornelia

    Korinna (27) Geburtsschaden, Tetraspastik, Tracheostoma, therapieresistentes Anfallsleiden, PEG, Skoliose, Refluxösophagitis, Mikrocephalus