Es "pupst" an der Kanüle, wenn die Beatmung dran ist

  • Huhu,
    Sorry mir ist keine gescheite Formulierung zu unseren derzeitigen "Problem" eingefallen.
    Einige haben es ja sicher mitbekommen, dass es Amélie mal wieder ziemlich schlecht ging und u.a. unsere gesamte Schmerztherapie umgestellt wurde.
    Seit der erneuten Zunahme der Schmerzen hat Amélie auch diverse Ängste entwickelt, sie ist damit in manchen Situationen echt schwer geplagt. Ich versuche ihr so gut es geht ihre Ängste zu nehmen, aber mit dem einen hier weiß ich echt nicht mehr weiter.
    Sie sagt immer, dass es an der Kanüle "pupsen" würde, aber man kann direkt nichts hören. Kanüle und Gänsegurgel mit einem Kleenex trockenwischen, absaugen und so bringt alles nichts. Sie weint und jammert, aber ich weiß mir echt keinen Rat wie ich ihr helfen könnte. Sie regt sich dann so auf, dass dann oft nur noch Chloralhydrat hilft, um sie zu beruhigen. Hat sie es dann allerdings geschafft einzuschlafen, dann stört sie das die ganze Nacht nicht mehr.
    Habt ihr eine Idee, was sie da stören könnte?
    Hatten auch schon überlegt, ob evtl das Stoma sich geweitet hat und die Kanüle "zu klein" geworden und damit zu viel Nebenluft vorhanden ist, aber das ist nicht der Fall, denn eine Kanüle nur eine halbe Nummer größer ist definitiv zu groß.
    Heute Abend ist es wieder besonders schlimm und deswegen dachte ich mir, ich frag Euch einfach mal.


    Vielen Dank und liebe Grüße
    Katja

    Katja mit Amélie (05/08)
    NF1, extreme Hypotonie, Dumping d.Pylorusinsuffizienz, akutes Schlafapnoesyndrom, tracheotomiert seit 18.10.2012,Beatmung im Schlaf, Schwerhörigkeit links,div. andere Baustellen, PEG-Sonde, Hickmann

  • Hi!
    Nur so eine Idee! Könnte es sein, dass Sekret oder Speichel neben der Kanüle liegt?
    Ist es mit dem "Pupsen" an der Kanüle besser, wenn ihr erst die Kanüle gewechselt habt?
    Wenn Lea unruhig war, habe ich auch kurz die Kanüle gezogen und wieder zurückgetan. Dann war es oft besser. Das geht aber natürlich nur wenn der Kanülenwechsel so gut toleriert wird!
    Sonst hab ich auch keine Idee, aber es ist ja nicht schön, wenn ihr das Problem nur mit Chloralhydrat in den Griff bekommt!
    LG Ines

    Lea, geb. 11/2008
    schwere therapieresistente Epilepsie (EEG=Burst-Suppression)
    Muskelschwäche
    PEG seit 04/09
    Tracheostoma seit 05/09

  • Huhu Ines,
    Nee so direkt neben der Kanüle habe ich offengestanden noch nicht geschaut, aber eine Idee ist es auf alle Fälle und den Kanülenwechsel toleriert sie eigentlich gut.
    Das ist dem Chloralhydrat finde ich auch nicht die beste Lösung, aber wir bekommen momentan ihre Grundängste auch einfach nicht in den Griff. Das hat aber auch mit den Nebenprodukten vom Morphin zu tun, denn da waren wir an die Grenze der Dosierung gekommen. Sie ist ein sog. Fastmetaboliser und verstoffwechselt alles so dermaßen schnell, dass sie deutlich mehr an Schmerzmittel benötigt, als vielleicht jemand anderes in der gleichen Situation.
    Als sie wieder so schlimme Schmerzen hatte, dass das Morphin nicht mehr ausgereicht, mussten wir zu einem deutlich potenteres Schmerzmittel wechseln.
    Die Ärzte vom Palliativteam hoffen, dass sich die Ängste wieder legen, sobald sie mit dem neuen Schmerzmittel gescheit eingestellt ist, aber momentan steigert sie sich da echt krass rein und mit Vernunft kommt man überhaupt nicht mehr an sie ran. Ist sie dann erst in so einer Situation drin, atmet sie nicht mehr gescheit und Sättigung und HF spielen total verrückt.
    Bisher war das alles kein Problem und seit sie sich so verschlechtert hat, kamen die ganzen Ängste...sind ja noch ein paar andere, leider und es ist schlimm, wenn man ihr dann nicht helfen kann, außer wieder nur Medikamente geben...


    Liebe Grüße
    Katja

    Katja mit Amélie (05/08)
    NF1, extreme Hypotonie, Dumping d.Pylorusinsuffizienz, akutes Schlafapnoesyndrom, tracheotomiert seit 18.10.2012,Beatmung im Schlaf, Schwerhörigkeit links,div. andere Baustellen, PEG-Sonde, Hickmann

  • Hallo Katja,
    ich hätte auch zuerst an eine Undichtigkeit zwischen KAnüle und Stoma gedacht, die durch ihr pupsen nervt.
    Vielleicht kannst du einfach eine 2.Kompresse unterlegen oder versuchs mal damit: kleine SChaumstoffringe:
    Covidien
    KENDALL AMD™ Schaum Disk
    2,54 cm Ø; 4 mm zentr . loch 55511aMDX 6729618
    2,54 cm Ø; 7 mm zentr . loch 55512aMDX 6729624


    Das Material verträgt Konrad sehr gut. Covidien verschickt auch rechr problemlos Proben, das kostet dann nix.


    LG
    C.

  • Hey Katja!


    Cordulas Tipp hätte ich Dir nun auch gegeben - probiert es mal.


    Außerdem wollte ich fragen, was Amélie außer Chloral gegen die Ängste bekommt. Gebt Ihr fest angesetzt Tavor, Seroxat, Lyrica oder Atosil/Neurocil? Besprich das sonst doch nochmal mit Eurem Palliativteam, es gibt da viele verschiedene Möglichkeiten - eigentlich muss man da nicht zuwarten, wenn das jetzt gerade so dramatisch ist, denn sonst wird es immer schwieriger.


    Wünsch Euch gute Lösungen!
    Grüßle
    Ursula

    Kinderkrankenschwester Schwerpunkt Heimbeatmung und Palliative Care; Mama von 3 Pflegekindern (*2001, 2002 schwerstmehrfachbehindert, 2003) und 1 Hund

  • Liebe Cordula, liebe Ursula,


    Ich hab euch mal drüben in meinem anderen Thread im geschützten Bereich geantwortet, wegen der Medikamente von Amélie die ich nicht alle so ganz öffentlich preisgeben möchte.


    Bin aber für Tipps hier weiterhin sehr dankbar.


    Liebe Grüße
    Katja

    Katja mit Amélie (05/08)
    NF1, extreme Hypotonie, Dumping d.Pylorusinsuffizienz, akutes Schlafapnoesyndrom, tracheotomiert seit 18.10.2012,Beatmung im Schlaf, Schwerhörigkeit links,div. andere Baustellen, PEG-Sonde, Hickmann