Krankenkasse lehnt Pflegebett ab

  • Hallo ihr Lieben,


    hoffe mal, dass das hier das richtige Forum für meinen Beitrag ist...


    Haben gestern Morgen Post von der Krankenkasse bekommen wegen dem Pflegebett für Ronja.
    Die hatten den Antrag an den MDK weitergeleitet und der schreibt "Der pflegerische nuitzen eines Pflegebettes bei einem hypothrophen 7 Monate alten Säugling ist nicht ersichtlich"
    Das Stome, die PEJ und sämtliche anderen Diagnosen berücksichtigen die überhaupt nicht... Dabei haben die Ronja selbst in Pflegestufe 2 eingestuft...
    Naja erstmal Widerspruch einlegen und hoffen, dass die das dann auf die Kette bekommen, weil ohne Pflegebett ist es echt mühselig mit dem Absaugen, der Therapie usw...


    Liebe Grüße
    Sebastian

  • Hallo Sebastian!
    Manche Kassen lehnen gerne mal aus Kostengründen einfach so ab.
    Ihr müsst wie du schon gesagt hast, Widerspruch einlegen, evtl. nochmal ein Schreiben vom Arzt warum dieses Pflegebett nötig ist.
    Wir hatten damals einen riesen Aufwand als wir einen anderen Atemgasbefeuchter wollten. Unser Arzt hatt nur noch den Kopf geschüttelt, hat aber dann bereitwillig ein Schreiben für die KK aufgesetzt in dem nochmal ganz genau begründet wurde warum der Wechsel notwndig sei.


    Wir haben unser Pflegebett schon im KH beantragt, da war Lea 8 Monate alt. Bekommen haben wir es erst 3 Monate später, weil sie uns ein geschlossenes Model mit Plexiglasscheibe geschickt haben! Wo sollten da bitte die Beatmungsschläuche durch?
    Wir mussten auch etwa 2 Monate alles im Babybett durchführen (KG, Pflege, Kanülenwechsel...)


    Ich hoffe für euch, dass ihr mit eurem Widerspruch erfolg habt und euch die Pflege eurer Ronja etwas erleichtert wird!
    Gruß Ines

    Lea, geb. 11/2008
    schwere therapieresistente Epilepsie (EEG=Burst-Suppression)
    Muskelschwäche
    PEG seit 04/09
    Tracheostoma seit 05/09

  • Hallo Sebastian,


    hilfreich wäre sicher, im Widerspruch alle Sachverhalte und Tätigkeiten genau zu beschreiben, die durch ein Pflegebett ermöglicht oder erleichtert werden. Mir graut auch immer vor der Arbeit seitenlanger Argumentation wobei die Notwendigkeit der Hilfsmittel ja offensichtlich ist und man auch anderes zu tun hätte. Umso ausführlicher und stichhaltiger Ihr den Bedarf im Zusammenhang mit dem Krankheitbild Eures Kindes und den daraus resultierenden notwendigen medizinischen und pflegerischen Maßnahmen begründet, umso unwahrscheinlicher wird es, dass die Kasse Euer Anliegen ein zweites Mal ablehnt.
    Viel Erfolg und herzliche Grüße von Franziska

    Franziska mit Luna - geb. 2006, seit 2010 unvollständige Querschnittslähmung, chronische respiratorische Insuffizienz, Zwerchfelllähmung links, Zwerchfellhochstand, Skoliose nach operativer Aufrichtung mit VEPTR-Implantaten 2012.