Nimmt teil - Elternbegegnungstagung 2019 der Intenisvkinder zuhause e.V.

Wie im Forum berichtet wurde, lädt der Verein Intensivkinder zuhause e.V. zu der jährlichen Elternbegegnungstagung 2019 ein. Welche Eltern ein Kind / Jugendlichen haben mit einem Tracheostoma und/oder Beatmung oder sei es ein intensiver Pflegeaufwand, welcher ständiger Beobachtung erfordert, der sollte sich diesen Termin in seinem Kalender fixieren und sich anmelden. Dieses Mal wartet der Verein mit folgenden Themen auf die Eltern und Interessierten:

  • „Der Umgang mit multiresistenten Keimen in der Häuslichkeit“, Gloria Himmelstoss, Hamburg
  • „Inklusive Wohnformen - Möglichkeiten, Chancen, Grenzen“, Christiane Strohecker, inklusiv wohnen Köln e.V.
  • „Pflegerische Aspekte und Tracheotomiegrundlagen“; Matthias Höver, smiths-medical und Workshops zu den Themen
  • „Schritt für Schritt zum inklusiven Wohnprojekt“, Christiane Strohecker, inklusiv wohnen Köln e.V.
  • „Aktuelle Informationen zur Kranken- und Pflegeversicherung“, Philipp Graf von und zu Egloffstein, Butzbach
  • „Dufte Auszeiten vom (Pflege)-Alltag: Möglichkeiten der Selbstpflege mit ätherischen Ölen“, Marita Hoyer, Neu Wulmstorf Themen, die auch für Professionelle wie Pflegefachkräfte interessant sein dürften. Auch diese sind herzlich eingeladen.

Mehr Infos findet ihr unter: https://www.intensivkinder.de


Ich selbst war mehrfach auf dieser Tagung. Es war jedes Mal anders und wiederholend nahm ich einen besonderen, neuen Input für unser „Intensivkind-Leben“ Zuhause mit. Was mich an dieser Tagung begeistert ist der Austausch mit Eltern in der ähnlichen Lebenssituation, die ohne viele Worte wissen, was es bedeutet, ein Kind zu haben mit Intensivpflege.



Viele der Eltern dort kennen die besondere Situation, wenn jeden Tag der Intensivpflegedienst das eigene Kind versorgt. Sie kennen die Belastungen, wenn häufig die angeforderten Dienste ausfallen, weil der Intensivpflegedienst im Krankheitsausfall kein Ersatz schicken kann oder die Dienste von Anfang nicht besetzt sind im Dienstplan. Offene Dienste können auch bestehen, weil die Pflegefachkräfte unter anderem wegen dem Pflegenotstand oder der individuellen Versorgungsabdeckung des Pflegedienstes fehlen.


Diese bundesweite schlechte Abdeckung, wie ich es erkenne, von Kindern und Jugendlichen mit Intensivpflege, sorgt eventuell dafür, dass eine Teilnahme nicht für jeden Elternteil möglich wird. Aber vielleicht lässt sich beim Pflegedienst eine Priorität dafür setzen, damit die Eltern an der Tagung teilnehmen können. Dies kann für den Intensivpflegedienst ein Win-Win-Situation bringen, denn aus meiner Erfahrung gilt: Eltern die gut in der Selbsthilfe aufgestellt und informiert sind, sind auch Eltern, die gewillt sind den Pflegefachkräften vor Ort, in ihrem Zuhause, einen guten Arbeitsplatz zu gestalten. Dies stärkt die Bindung des Personals an dem Arbeitsplatz.. Ein Grund ist, die Eltern werden ihrer eigenen Kompetenz bewusster, erkennen deutlicher ihre Machbarkeit in der Pflege und können Erwartungen an die Pflegekräfte besser kommunizieren.